Français / Deutsch / Español // Index

Archéologie domestique

2008, Genf

in Arbeit

Als eine direkte Folge der Wochenendeinkäufe bilden sich am Sonntag abend jeweils wilde Müllhaufen auf Genfs Strassen. Diese zufällig enstehenden Deponien zeugen einerseits von unserem Konsumverhalten, andererseits von der steigenden Mobilität der Haushalte. So hinterlassen die ständige Erneuerung der Wohneinrichtung und die Umnutzung von Liegenschaften ihre Spuren in den toten Winkeln unserer Strassen.

Wir haben begonnen, diese Haufen von Möbeln und Haushaltgegenständen zu reanimieren. Unsere Interventionen bestehen darin, die Elemente einer wilden Deponie auf eine Weise zu arrangieren, dass sie ein Wohnumfeld simulieren. Die Situationen werden vor und nach unserer Intervention fotografisch festgehalten. Möbel und Gegenstände lassen wir in ihrer Neuanordnung stehen. Die ersten Fotos sind im Rahmen von La Verrue – Etat des lieux ausgestellt worden. Das Fotoalbum befand sich in einem Saal, den wir mit Möbeln und Gegenständen von der Strasse eingerichtet hatten.